ARTIKEL

Mein Hund hat Cushing

Erfahrungen von Hundebesitzern und den behandelnden Tierärzten


Lydia und ihre Hündin Sugar

Im letzten Jahr ging es meiner Hündin Sugar zunehmend schlechter. Außer wahnhafter Futtersuche waren alle Dinge, die ihr früher viel Freude bereitet hatten nur noch eine lästige Pflicht. Sogar ihre geliebten Gassi-Runden wurden immer mehr zur Qual und kosteten sie viel Kraft. Sugar in so einem solch schlechten Zustand zu erleben war schrecklich. Ich war mir sicher, wir verlieren sie.

Dann kam die Diagnose: Morbus Cushing.

Nach Therapiestart zeigte sich die Wirkung schnell. Nach einigen Tagen unter medikamentöser Behandlung kehrte in meinen Hund die alte Lebensfreude zurück. Sie wurde täglich kräftiger, mobiler, fröhlicher und erlebte buchstäblich ihren zweiten Frühling. Alle Symptome ließen nach.

Mein Hund war zurück, zurück im Leben. Unglaublich. Die Cushing-Therapie hat nicht einfach nur Sugars Leben verlängert, sie hat es auch wieder lebenswert gemacht und meines dadurch so sehr bereichert.


Carolina und ihr Rüde Nico

Nico hatte zum Zeitpunkt der Cushing-Diagnose kaum noch Haare. Er zitterte und hechelte viel und war sehr unruhig. Sein Durst und Hunger waren unendlich groß und nachts musste er etliche Male raus. Nicht nur der Hund, auch wir waren am Ende unserer Kräfte.

Für uns war die Diagnose Cushing kein Schock, sondern die letzte Hoffnung.

Bereits kurze Zeit nach Therapiebeginn ging es unserem Nico deutlich besser. Er hechelte nicht mehr ununterbrochen und konnte sich endlich wieder entspannen. Seine Energie kam zurück und er wurde wieder fitter. Auch sein Durst ging deutlich zurück. Statt vier- bis fünfmal nachts aufstehen und voll genässten Decken und Körbchen, bleibt es bei höchstens einem Mal.

Auch wenn noch nicht alles optimal läuft und wir seine Therapie weiter anpassen, haben sowohl Nico als auch wir durch die Cushing-Therapie einen großen Teil unserer Lebensqualität zurückbekommen.


Tierärztin Frau Dr. Claudia Lehnert

Viele Symptome des Cushing-Syndroms werden auf das Alter des Hundes geschoben. Ich empfehle unentschlossenen Besitzern immer, nach gesicherter Diagnose, eine Therapie erstmal für einen Monat zu versuchen. Nur dann kann man erkennen, welche Symptome vom Cushing-Syndrom kommen und damit unter Therapie vollständig reversibel sind.

Wenn der Hund dann allgemein munterer und leistungsstärker ist, weniger trinkt und hechelt, sind die meisten Besitzer so überzeugt, dass sie ihren Hund gerne weiter behandeln.

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