ARTIKEL

Katzenbedürfnisse: Entsorgung muss auch sein

Teil 1: Katzentoilettenbedingungen für die Einzelkatze

Katzen, die nicht nach draußen dürfen, müssen eine Katzentoilette zur Verfügung haben, genauer: eine für Kot und eine für Urin. Man unterscheidet zwischen geschlossenen und offenen Exemplaren. Die offenen sind problemlos begehbar und einsehbar, außerdem verteilt sich der Geruch. Diese für Katzen positiven Punkte sind genau die Nachteile für uns Menschen: es riecht, die Katze kann aus Versehen daneben machen oder rennt davon, noch ehe sie richtig fertig ist, weil sie sich erschrickt. Das Katzenstreu fliegt beim Zuscharren durch die Gegend und der gesamte Anblick ist wenig dekorativ. 

Es gibt Katzen, die geschlossene Toiletten akzeptieren oder sogar mögen, dann gibt es keine Probleme. Lehnt die Katze eine geschlossene Toilette ab, weil sie das ihrer Nase nicht zumuten möchte oder mal einen Klaps von der Klappe hinterher bekommen hat, muss man das akzeptieren. Tut man das nicht, weiß die Katze sich schon zu helfen und wählt eine andere Örtlichkeit ...

Auch eine Katze mit Freigang sollte eine Toilette zur Verfügung haben. Sie könnte krank werden, ein „plötzliches“ Bedürfnis verspüren oder wegen schrecklicher Erfahrungen im Freien Angst haben.

►Tipp: Stellen Sie verschiedene Katzentoiletten nebeneinander und beobachten Sie, welche Bauart bevorzugt wird. Die ausgewählten müssen dann weiter voneinander entfernt aufgestellt werden, da die Katze sonst eine nicht zufriedenstellende Einheit sieht.

Offene Toilette

Geschlossene Toilette

Verfasst von Dr. Heidi Bernauer-Münz, Tierärztin und Tierverhaltenstherapeutin.


keyboard_arrow_up